03.12.20 – Niemand bleibt alleine: Solidarisch gegen Repression in Fulda!

03.12.20 – Niemand bleibt alleine: Solidarisch gegen Repression in Fulda!

Aufruf zur Kundgebung & solidarischen Prozessbegleitung:
Donnerstag, 3.12., 12 Uhr, Amtsgericht Fulda (Königstr. 38)
Das Offene antifaschistische Treffen Frankfurt organisiert einen Zugtreffpunkt in Frankfurt: 10:20 Uhr, Gleis 6

Am 13. April 2018 starb in Fulda Matiullah J., getötet durch die Schüsse eines Polizeibeamten. Rassistische Polizeigewalt ist in der BRD kein Einzelfall: Nach Zählung der Kampagne »Death in Custody« sind seit 1990 mindestens 178 Schwarze Menschen, People of Color und von Rassismus betroffene Menschen in deutschem Polizeigewahrsam ums Leben gekommen.

Bis heute gibt es keine unabhängige Aufklärung von Matiullahs Todesumständen. Stattdessen gehen Polizei und Justiz gegen jene vor, die Aufklärung fordern und rassistische Polizeipraxis kritisieren.

Ein Antifaschist soll nun für die auf der Gedenkdemonstration für Matiullah J. gerufene Parole »Bullen morden, der Staat schiebt ab – das ist das gleiche Rassistenpack!« vor Gericht gezerrt werden. Für die rassismus- und polizeikritische Parole wird ihm Beleidigung vorgeworfen, er soll eine Geldstrafe von über 2.000 Euro zahlen.

In Zeiten von neonazistischen Polizei-Chatgruppen, NSU 2.0 und Racial Profiling ist es nicht hinnehmbar, wie hier antifaschistischer Aktivismus kriminalisiert und mundtot gemacht werden soll. Kommt daher zur Kundgebung an seinem Prozesstermin und unterstützt den Genossen!

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