20.09.19 – No Future for Capitalism!

20.09.19 – No Future for Capitalism!

Am 20.09. hinein in den antikapitalistischen Block zum globalen Klimastreik von Fridays for Future! 12 Uhr Alte Oper, Frankfurt am Main!

#CAPITAL AND CLIMATE

Der menschengemachte Klimawandel entwickelt sich zusehends zur Katastrophe: schon jetzt sind die Folgen nicht mehr zu übersehen. Da nur eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad katastrophale Zustände abwenden könnte, ist schnelles Handeln drigend gefragt. Doch nicht einmal der konsequente, nunmehr einjährige Schulstreik von Fridays for Future brachte uns den nötigen Maßnahmen näher. Deshalb wird Fridays for Future Frankfurt die Klimakrise am 20.09. mit Massenaktionen erneut ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Die klimapolitischen Notwendigkeiten sind bereits seit der ersten UN-Klimakonferenz Ende der 1970er Jahre bekannt. Auch im selbst gesteckten 2-Grad-Ziel offenbarte sich die Einsicht in die Notwendigkeit konsequenten Umdenkens. Dass dies ausbleibt, lässt vermuten, dass die Probleme nicht verkehrt ausgehandelte Verträge, falsch gesetzte wirtschaftliche Anreize oder mangelnde Einsicht sind. Die Probleme liegen tiefer, in der Art und Weise wie wirtschaften, wie wir unsere Gesellschaft organisieren. Das Problem heißt Kapitalismus.

#CRISIS AND ACTION

Die unerbittliche kapitalistische Verwertungslogik bestimmt heute wesentlich die gesellschaftlichen Verhältnisse. Der kapitalistische Normalzustand präsentiert sich in einer scheinbaren Alternativlosigkeit; Kritik an dieser wird als utopisch, verblendet oder unsinnig betrachtet. Um dem etwas entgegenzusetzen, muss es darum gehen, einen konkreten Entwurf einer solidarischen und ökologischen Gesellschaft fernab von Profitineressen und Verwertungslogik zu entwickeln.

Unsere Kritik muss dabei in der Lage sein, den Kapitalismus als das zu erfassen, was er ist: als System gesellschaftlicher Herrschaft, gestützt durch ökonomische Macht, nationalstaatliche Konkurrenzverhältnisse, systemerhaltende Ideologie und gesellschaftliche Verblendung. Unser Antikapitalismus darf darum nicht bloß Kritik an einzelnen Kapitalist*innen oder am Konsumverhalten Einzelner sein. Stattdessen wollen wir dieser Individualisierung des Problems eine kollektive Perspektive entgegensetzen, die den Systemcharakter des Kapitalismus begreift – und angreift.

Eine antikapitalistische Perspektive auf Klimapolitik bedeutet für uns, den globalen Kampf für eine nachhaltige Nutzung der materiellen Ressourcen des Planeten auch als sozialen Kampf zu verstehen, der von uns geführt werden muss. Die Ausbeutung und Zerstörung der Natur sowie der rücksichtslose Verbrauch von natürlichen Ressourcen, für die drastische ökologische Verwerfungen billigend in Kauf genommen werden, gehen Hand in Hand mit der Ausbeutung der Menschen und ihrer Arbeitskraft. Klimafrage und soziale Frage sind damit eng verwoben, haben sie doch einen gemeinsamen Ursprung in der Logik der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Lösungsansätze zu Lasten von Arbeiter*innen und ohnehin Prekarisierten müssen wir darum ablehnen: unser Ziel ist nicht die Individualisierung der Klimakrise, sondern die Kollektivierung der sie verurusachenden Produktionsverhältnisse!

#WHY WE FIGHT

Das Thema der Klimakrise muss ins Zentrum linker Kritik und Praxis, denn es verdeutlicht einzigartig die Widersprüchlichkeit und Absurdität kapitalistischer Produktionsweise. Die Umweltzerstörung ist stofflicher Ausdruck der Kapitalverwertung, die sich anschickt, die materiellen Grundlagen für eine befreite Gesellschaft zu zerstören. Abhilfe kann da nur der Bruch mit dem Bestehenden schaffen.

Das aktuell große Mobilisierungspotenzial der Klimagerechtigkeitsbewegung in diversen gesellschaftlichen Spektren zeigt auf, dass die Diskurshegemonie rechter und autoritärer Strömungen gebrochen werden kann. Gerade weil die Inhalte und Formen des Kampfes für Klimagerechtigkeit umkämpft sind, müssen sie aus möglichst vielen progressiven Perspektiven mitentwickelt, kritisiert, korrigiert und verteidigt werden. Die Klimakrise führt unter den gegebenen Herrschafts- und Produktionsverhältnissen zur Verschärfung von Abschottung und sozialen Konflikten. Diese Zuspitzung kann nur durch das Verbinden unserer Kämpfe und das Betonen der grundlegenden Gemeinsamkeit – nämlich der Verstrickung der Probleme dieser Welt mit der Funktionsweise unseres Wirtschaftssystems – verhindert werden und Grundlagen schaffen für ein menschenwürdiges Leben für alle.

Die Klimakrise ist ein materieller Beweis dafür, dass der Kapitalismus das Leben auf dieser Erde zerstört. Um die Klimakrise zu überwinden müssen wir ihre Grundlage – Wachstumszwang, Konkurrenz, Ausbeutung von Mensch und Natur, schlichtweg den Kapitalismus – überwinden. Deshalb am 20.09. gemeinsam mit Fridays For Future auf Straße! 12 Uhr – Alte Oper Frankfurt am Main

SAVE THE PLANET? FIGHT THE SYSTEM!

#SystemChangeNotClimateChange


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