Frankfurter Polizisten Mörder und Faschisten.

Frankfurter Polizisten Mörder und Faschisten.

Noch nicht einmal ein halbes Jahr ist es her, dass die Existenz rechter Netzwerke in der hessischen Polizei, die sich selbst als NSU 2.0 bezeichneten, öffentlich wurde. Wie immer in diesen Fällen wurde damals eine lückenlose Aufklärung und die Verfolgung aller Schuldiger versprochen. Das diese Versprechen kleinerlei Effekt haben ist spätestens seit den Ermittelungen zur NSU-Mordserie klar, wo sich von allen Stellen verweigert wurde gegen das Unterstützer*innen Netzwerk vorzugehen. Wie auch dort wurden bis keinerlei nennenswerte Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen. Die Beurlaubung von einer handvoll Cops steht in keinem Verhältniss zu den sich bundesweit ausgedehnten Vorfällen mit Hannibal, Uniter Nordkreuz und vielen weiteren sogenannten “Einzelfällen”. Vorallem gibt dieser Umgang vor, dass es sich hier nicht um ein strukturelles Problem handelt. Jedoch sind diese Fälle allerhöchstens die Spitze des Eisbergs ist.

Seine Basis bildet der grade in geschlossen Einheiten aber auch bei Streifencops vorhandene Korpsgeist verbunden mit strukturellen und geziehltem rassistischen und diskriminerendem Vorgehen gegen maginalisierte Gruppen und andere Menschen. Dazu kommt das elitäre und gewalttätige Selbstbild: Das letzte Mittel für die Aufrechterhaltung des sogenannten Guten zu sein. Die Realität ist das in den letzten 3 Monaten allein in Frankfurt 2 Menschen in direktem zeitlichem Zusammenhang zu Polizeieinsätzen starben. So gingen 2 Streifenpolizisten und das Überfallkommando im Mai diesen Jahres, gegen eine psychisch erkrankte Person, die zwangseingewiesen werden sollte, mit einem Taser vor. Die Person starb nach dem Einsatz in der Frankfurter Uniklinik.

Letzten Freitag wurde ein 38- Jähriger Hattersheimer in Frankfurt kontrolliert und danach von Polizisten zu sich nach Hause begleitet wo sie seien Wohnung durchsuchten. Der Mann teilte am selben Abend Fotos von seinem verletzen Gesicht mit Hämatomen und Blutungen und warf den eingesetzten Cops Misshandlungen vor. Er wurde am Mittag des nächsten Tages tot von seiner Cousine in der Wohnung aufgefunden. Familienmitglieder des Verstorbenen zeigten darauf hin die Polizei an.

Die zuständige Staatsanwaltschaft schloss jedoch schon 2 Tage später einen Zusammenhang zu dem Polizeieinsatz aus und sucht jetzt stattdessen Zeug*innen für eine eventuell stattgefundene Schlägerei am Bahnhof die als Begründung für die Verletzungen herhalten soll. Gleichzeitig lässt man Bereitschaftscops die Umgebung absuchen um zu zeigen, dass man etwas tut. Unabhängig wie dieser Fall sich am Ende aufklärt oder nicht, zeigt er aus was für einem Schutzraum Cops agieren und freidrehen können, wenn es danach reicht zu sagen, das man es nicht war und alle natürlich befreundeten Ermittelungsinstanzen dies glauben. Somit ergibt sich daraus ein Freifahrtsschein für Bullen die freidrehen und man ermöglicht den diskriminierenden Strukturen innerhalb der Polizei ihre eigene Auffassung von Recht und Unrecht und der Wertigkeit von Menschen durchzusetzen.

Wir solidarisieren uns mit den Opfern von Polizeigewalt und ihren Angehörigen! Für eine solidarische Welt ohne Polizei und Staat.
#NSU20 #Hannibal #noJusticenoPeace

Solidarische Grüße an die Genoss*innen die gerade in Halle und Kassel auf der Straße sind!

Entschuldigung, Kommentare zu diesem Artikel sind nicht möglich.